Unsere Musterbrecher-Überzeugung

  • Eine Organisation wird schlank, wenn man verschwenderisch in ihre Menschen investiert.

  • Moderne Führung übt sich meisterhaft im Weglassen klassischer Instrumente.

  • Nichts und niemand verändert sich durch Appelle, Incentives und Druck.

  • Es ist klug, die Logik von Systemen zu verstehen. Weniger klug ist es, nach Schuldigen zu suchen.

  • Musterbrechende Führung konzentriert sich zu 80 Prozent auf die Arbeit am System.

  • Haltungen können sich nur durch Experimente verändern – und nicht durch Projekte.

Gezwitscher

Über die fragwürdige Kunst, von negativen Prämissen auszugehen

Geschrieben von Stefan Kaduk am .

bueroklammermann_neuIn der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 17. Mai findet sich ein Beispiel für die ungeheure Kraft von Dialogen. Alexander Kluge, ausgebildeter Jurist, Regisseur, Autor und Produzent, bekannt durch die dctp-Kulturmagazine, trifft auf Joseph Vogl, Professor für Literatur- und Kulturwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität. In der Mitte des Gesprächs, zurückhaltend gesteuert durch kluge Fragen des Redakteurs, sagt Joseph Vogl: «Das Fernsehen betreibt die Kunst, vom dümmsten anzunehmenden Nutzer auszugehen. Man könnte diese Hypothesen umdrehen: Vielleicht gibt es ein Glück des Hinsehens, wenn man nicht unter-, sondern überschätzt wird?». Eine wichtige Frage, die wir problemlos auf die Managementwelt übertragen können. Was verlieren wir eigentlich dadurch, dass wir trotz anderslautender offizieller Rhetorik immer noch von intrinsisch maximal unmotivierten Mitarbeitenden ausgehen?

Vielleicht sollten wir die Menschen in den Organisationen zur Abwechslung endlich einmal überschätzen.

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