Unsere Musterbrecher-Überzeugung

  • Eine Organisation wird schlank, wenn man verschwenderisch in ihre Menschen investiert.

  • Moderne Führung übt sich meisterhaft im Weglassen klassischer Instrumente.

  • Nichts und niemand verändert sich durch Appelle, Incentives und Druck.

  • Es ist klug, die Logik von Systemen zu verstehen. Weniger klug ist es, nach Schuldigen zu suchen.

  • Musterbrechende Führung konzentriert sich zu 80 Prozent auf die Arbeit am System.

  • Haltungen können sich nur durch Experimente verändern – und nicht durch Projekte.

Selbstlos verpflichtend

Geschrieben von Stefan Kaduk am .

Im Englischen gibt es die Redewendung «Walk your talk!». Diese kam uns in den Sinn, als wir kürzlich die Rede eines Vorstands anlässlich einer konzernweiten Work-Life-Balance-Initiative hörten. Hierbei ging es um die Erlaubnis an die Führungskräfte, an Wochenenden auf E-Mail-Anfragen nicht reagieren zu müssen. Oder mit anderen Worten: Es wurde gestattet, am Wochenende Laptop, Smart-Phone etc. zu deaktivieren. Der Vorstand bestärkte die anwesenden Manager darin, diese Regelung wirklich ernstzunehmen, damit wieder mehr Zeit für die Familie bleibt.

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Doch leider, leider, so ergänzte der Mann an der Konzernspitze auf Nachfrage, gelinge es ihm selbst nicht, dieser Regelung zu folgen - und begründete dies mit einer Flut von Projekten und internationalen Verpflichtungen.

Gibt es einen wirkungsvolleren Ansatz, eine wirklich sinnvolle Initiative bereits im Keim zu ersticken?

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