Unsere Musterbrecher-Überzeugung

  • Eine Organisation wird schlank, wenn man verschwenderisch in ihre Menschen investiert.

  • Moderne Führung übt sich meisterhaft im Weglassen klassischer Instrumente.

  • Nichts und niemand verändert sich durch Appelle, Incentives und Druck.

  • Es ist klug, die Logik von Systemen zu verstehen. Weniger klug ist es, nach Schuldigen zu suchen.

  • Musterbrechende Führung konzentriert sich zu 80 Prozent auf die Arbeit am System.

  • Haltungen können sich nur durch Experimente verändern – und nicht durch Projekte.

Gedankenexperiment Amnesie? Sehr, sehr gerne.

Geschrieben von Stefan Kaduk am .

Wäre es nicht schön, begrifflich noch einmal ganz von vorne anzufangen? All die Erfahrungsspuren beseitigen zu können, die sich durch die geliebten und daher abgenutzten Begriffe wie «Vertrauen», «Transparenz», «Empowerment» oder «Teamwork» bei uns eingebrannt haben. Wie würde sich das wohl anfühlen, wenn durch einen an sich unverdächtigen Satz wie «Wir müssen die Kommunikation über die Hierarchieebenen hinweg verbessern» nicht sofort unzählige Geschichten reaktiviert würden? Wenn die Angesprochenen darauf nicht mit Gleichgültigkeit oder gar Zynismus reagierten, sondern sich wirklich herausgefordert fühlten?

Wenn Mitarbeitende Skripte wie dieses löschen könnten?

  • Mitarbeiterbefragung
  • Defizite bei Kommunikation und Transparenz
  • Programm «ComPowerPlus 201x» wird vorgestellt
  • CEO trägt «ComPowerPlus 201x»-T-Shirt auf der Top-40-Konferenz
  • Board betont, für alle direkt ansprechbar zu sein
  • Poster mit den 10 goldenen Dialogregeln werden aufgehängt
  • Kommunikation wird als Ziel in das Mitarbeitergepräch aufgenommen
  • Programm «ComPowerPlus 201x» wird nach zwölf Monaten evaluiert
  • «ComPowerPlus»-Index hat sich um 1,45 Prozenpunkte verbessert
  • CEO dankt seiner «Mannschaft» und fordert dranzubleiben
  • Programm «Customer Care 1000» wird gestartet ...
2011_lautsprecher

Wie sähe die Unternehmenswelt aus, wenn nicht immer alles und jedes zum Thema gemacht würde? Wenn noch nie zuvor jemand ankündigt hätte, ab jetzt seinen Talk zu walken? Wenn nicht jeder Workshop «Workshop» heißen würde und nicht mit einem lockeren »Wrap-up« endete? Wenn noch keine Give-aways erfunden wären, die Werte/Pillars/Statements transportieren sollen? Wenn einem die Dinge nicht kommuniziert, sondern einfach noch gesagt würden? Wenn auf ein «Danke» ein schlichtes «Bitte» folgte und kein «Sehr, sehr gerne»?

 

Kaum noch vorstellbar, oder?

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