Unsere Musterbrecher-Überzeugung

  • Eine Organisation wird schlank, wenn man verschwenderisch in ihre Menschen investiert.

  • Moderne Führung übt sich meisterhaft im Weglassen klassischer Instrumente.

  • Nichts und niemand verändert sich durch Appelle, Incentives und Druck.

  • Es ist klug, die Logik von Systemen zu verstehen. Weniger klug ist es, nach Schuldigen zu suchen.

  • Musterbrechende Führung konzentriert sich zu 80 Prozent auf die Arbeit am System.

  • Haltungen können sich nur durch Experimente verändern – und nicht durch Projekte.

KREATIVER SYSTEMBETRUG

Geschrieben von Stefan Kaduk am .

Ein aktuelles Beispiel aus der realen Praxis im Mittelstand: In einem Unternehmen wurden die Stechuhren vom Fabriktor in die Produktionshallen verlegt. Wollte man Gerechtigkeit herstellen, indem nun für jeden die Stechuhr gleich weit vom Arbeitsplatz entfernt war? Nein, es ging um Effizienzsteigerung.

Schließlich sind die Sekunden und Minuten, die man auf der Treppe mit informeller Kommunikation verbringt, keine produktive Arbeitszeit. Hier wurde also unterstellt, dass man bewusst einen Schritt langsamer geht, um dem System zu schaden. Eine Maßnahme dieser Art ist nicht nur zutiefst unökonomisch, sondern unglaublich altmodisch. Präsenz wird als Indikator für erbrachte Leistung gesehen. Welche Rückschlüsse dieser Eingriff auf das zugrundeliegende Menschenbild zulässt, ist natürlich eine ganz andere Frage ...

Zudem ist leider der «kreative Systembetrug» immer dann am ausgeprägtesten, wenn er förmlich provoziert wird. Man muss nur versuchen, die Maschen des Kontrollnetzes immer enger zu knüpfen – schon wird man mit ungeahntem Einfallsreichtum «belohnt«.

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