Musterbrecher®-Glossar «E»


Empowerment

E. gilt als Zaubermittel bei wenig motivierten Mitarbeitern und bildet eine der Kernvokabeln in Unternehmensbroschüren. Es meint die Ermächtigung von bislang weniger Mächtigen durch Mächtigere. Nennen Sie es E. oder ganz anders - oder kommen Sie ohne jeglichen Begriff aus. Wir verstehen darunter den Mut, auf die Fähigkeiten und das Engagement der Mitarbeiter vorbehaltlos zu vertrauen; nicht jedoch die offizielle Weitergabe von Verantwortung für etwas, was bereits an anderer Stelle vorverantwortet wurde. E. macht Führung nicht überflüssig, nur anspruchsvoller - oder einfacher, je nachdem, wie Sie die Dinge sehen (> Loyalität).

Erlebnisse, beeindruckende

interviewähnliche Episoden mit Musterbrechern im Zeitraum von Januar 2000 bis August 2008. Sie erbrachten den keinem Messinstrument zu entlockenden empirischen Beweis für die prinzipielle Möglichkeit des Lebens in Paradoxien und jenseits eines reflexhaften Handelns.

Experimente

Der Wahlslogan Konrad Adenauers aus dem Jahr 1957 («Keine E.!») scheint auch als Richtschnur für die Entwicklung von Organisationen herzuhalten. Ein Projekt jagt das andere, eine Initiative löst die vorhergehende ab. Dabei soll alles sauber durchgeplant (>Planung) sein, vom Ziel über den Mitteleinsatz bis hin zu den Meilensteinen. Jegliche Überraschungen sollen ausgeschlossen werden. Natürlich funktioniert das nicht, insbesondere das «Managen» der > Unternehmenskultur scheitert nach der typischen Projektlogik. E. sind die intelligenteren Projekte, weil sie ergebnisoffen sind und tatsächliche Veränderung ermöglichen.

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